PHYSICAL THEATRE

Lehre | Folkwang Universität der Künste

Der 1965 von Bettina Falckenberg und Günter Titt gegründete Studiengang an der Folkwang Universität der Künste, ist das einzige staatliche Ausbildungsangebot im deutschsprachigen Raum für Spieler*innen des Physical Theatre. Hervorgegangen aus der Tradition des Mimischen Theaters – verbunden mit den Lehrerpersönlichkeiten Jean Soubeyran, Jacques Lecoq, Pierre Byland, Günter Titt und Peter Siefert hat der Studiengang eine Entwicklung erfahren von der Pantomime über das komödiantische Bewegungstheater zum Physical Theatre.

Heute werden junge Theatermacher*innen ausgebildet, die die Fähigkeit entwickeln, eigene Stücke zu kreieren: Themen aufzuspüren, diese konzeptuell zu erfassen, in großer Selbstständigkeit zu erarbeiten und auf hohem künstlerischen Niveau ausführen zu können. Wesentliche Ausdrucksmittel sind nach wie vor die vielfältigen Erzählweisen mit und über den Körper, die Bewegung, die Geste. Grundlage ist eine umfassende Ausbildung von Körper, Stimme/Sprechen und Spiel. Curriculare Vernetzungen mit den Studiengängen Schauspiel und Regie und im Rahmen von Projekten mit dem Studiengang Tanz und Studiengängen der Musik erweitern und vertiefen die Lehre und das Lernen. Angestrebt wird die Ausbildung eines kreativen, verantwortungs- und selbstbewussten Künstlers, der seinen Weg in der freien Szene, in der Verwirklichung eigener Projekte oder innerhalb des etablierten Theaterbetriebs findet.

In meinem Unterricht behandeln wir die Transformation von künstlerischen Ideen in konkrete szenische Prozesse. In Seminaren zu Dramaturgie, Konzeption, Regie-Handwerk und Prozessgestaltung werden die konzeptionelle Vorbereitung und die szenische Vermittlung von Ideen eingeübt. Die Inhalte finden Anwendung in verschiedenen Studienprojekten wie dem Regieprojekt oder dem Artist Diploma Projekt (Abschlussprojekt), die ich konzeptionell begleite. Ziel ist es, die Studierenden mit Handlungs- und Erfahrungswissen für eine starke und praxistaugliche künstlerische Konzeption zu versorgen und sie auf diesem Wege zu unterstützen, aussagekräftige und ästhetisch stringente Theaterabende zu verwirklichen.